Residence, 2011
HDV, color, stereo, 16:9, 18 min
Zentral?, Kunsthalle Luzern, 2011

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Vor einem Arrangement aus Tisch und Stühlen erkennt man durchs Fenster Fragmente einer Stadt. Eine Erzählstimme erinnert sich an die hier geführten Gespräche.
Als inneren Monolog lässt sie die Stimmen verschiedener Akteure revue passieren: Die Diskussionen drehen sich ums Ankommen am noch unvertrauten Ort. Die Stimmung in den Gesprächen ist ambivalent: Zuschreibungen, Mutmassungen oder Alltagsbeobachtungen erzählen vom Drang, verstehen zu wollen, aber auch davon, wie – auf sich selbst zurückgeworfen – eigene Selbstverständnisse verteidigt, befragt oder über Bord geworfen werden.

Das Video Residence ist in einzelne Szenen gegliedert, dazwischen hört man historische Anweisungen zur Formführung eines Reisetagebuchs. Der geschichtliche Hintergrund zu diesen Imperativen knüpft an die Zeit der britischen Seereisen während der Aufklärung und hier an den Wandel der Auflagen an, welchen sich die Besatzungen der Schiffe beim Festhalten ihrer Notizen in den Logbüchern zu fügen hatten.