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Performative Intervention an der Tagung Der Schmerz des Anderen an der Zürcher Hochschule der Künste zusammen mit Studierenden der Theaterpädagogik, der Kunstpädagogik und Schauspielstudierenden

Die Intervention [ ] war eingebettet in die diskursive und künstlerische Rahmung der Tagung Der Schmerz des Anderen, welche Möglichkeiten und Grenzen der Darstellbarkeit von Schmerz verortete. [ ] war eine experimentelle Anordnung, die den Schmerz des Anderen mit den Anwesenden durch eine Leerstelle inszenierte.

Im Zentrum stand dabei das Ritual der Schweigeminute, welches individuelle Trauer in kollektive Anteilnahme überführen will. Das prekäre und störungsanfällige Format wurde performativ erprobt und zugleich dekonstruiert.
Die Inszenierung des Schweigens erfolgte in Form einer Intervention während einer Kaffeepause der Veranstaltung. Über das künstlerische Erwirken einer akustischen Zäsur wurden die damit einhergehenden emotionalen Effekte befragt und auf inkorporierte Verhaltensweisen angespielt.
Die Idee dieser fragilen Anlage appelliert aber auch an die Möglichkeit spontaner Anteilnahme des Publikums: in Ritualen ist es oftmals gerade die Störung, das Prekäre, das einen “performativen Übersprung“, ein In-die-Mitverantwortung-gezogen-werden erzeugt.
Über ihren Bezugspunkt schweigt diese universelle Schweigeminute und befragt sich stattdessen selbst.